Helmut Creutz 

In eigener Sache

Einige Mitstreiter aus dem linken Lager, die sich normalerweise ähnlich wie ich um eine Überwindung der sozialen Ungerechtigkeiten bemühen, scheinen in der Geld- und Bodenreformbewegung einen unliebsamen Konkurrenten zu sehen. Denn statt unterschiedliche inhaltliche Auffassungen zu diskutieren, versucht man diese Bewegung als rechtslastig mundtot zu machen, wobei man sich – im Hinblick auf meine vielseitigen Veröffentlichungen – vor allem auf meine Person konzentriert. Selbst in die bei Wikipedia veröffentlichte Vita bringt man immer wieder entsprechende Unterstellungen ein. Da aber weder in meiner Vita noch in meinen ganzen Veröffentlichungen Passendes zu finden ist, konstruiert man einfach einige Kontakte:

  • Weil ich bei meinen fast 800 Vorträgen und Seminaren in den 1980er Jahren auch drei Mal in einer staatlich geförderten Heimvolkshochschule in Vlotho war, in der vor oder nach mir auch rechte Gruppierungen getagt haben sollen, wirft man mir Kontakte mit diesen vor.
  • Weil es bei meinen hunderten Veröffentlichungen in dutzenden Zeitschriften in einer der Redaktionen ein NPD-Mitglied gegeben haben soll, unterstellt man mir Verbindungen zu dieser Partei.
  • Weil mein Buch "Das Geld-Syndrom" 1993 in einer Verlagsgruppe erschienen ist, in die sich ein als rechts eingestufter Finanzier eingekauft hat, ist auch das wieder ein Beweis für meine Rechtslastigkeit (die dann allerdings auch für Willi Brandt, Norbert Blüm, Simon Wiesenthal, Ephraim Kishon und viele andere dort gedruckte Autoren gelten müsste).
  • Und da man auch unter meinen politischen Aktivitäten nichts Brauchbares entdecken kann, erfindet man einfach eine Mitgliedschaft in der ehemaligen FSU (Freisoziale Union), in der es übrigens nicht mehr alte Nazis gab als in allen anderen bürgerlichen Parteien nach dem Krieg.

Es geht bei diesen "Beweisen" also nicht um Aufklärung, sondern nur um Diffamierungen mit Hilfe der gleichen Kontaktketten-Methoden, mit denen unter Hitler unschuldige Menschen in die KZ´s und unter Stalin in die Gulags gebracht worden sind. Dass diese Methode auch heute noch von Menschen benutzt wird, vor allem von solchen die sich gleichzeitig als Antifaschisten bezeichnen, ist für mich besonders bedrückend.

Was meine tatsächlichen politischen Kontakte, Aktivitäten und Mitgliedschaften seit den 1960er Jahren betrifft, so sehen diese so aus:

Dritte-Welt- und Friedensgruppen, Humanistische Union, Sozialdemokratische Wählerinitiative, Gustav-Heinemann-Initiative, Mitbegründung der Alternativen Liste und der Grünen, Kandidatur für Kreis- und Landtag, Teilnahme an den Großdemos gegen Vietnamkrieg, Notstandsgesetze und Raketen-Nachrüstung in Bonn, usw.

Außerdem war ich Mitglied im "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt" (der 1973 mein Betriebstagebuch "Gehen oder kaputtgehen“ als Starttitel seiner Buchreihe herausgebracht hat), sowie im BUND, dem Schriftstellerverband und der Gewerkschaft.

Bei dem Thema Geld- und Bodenordnung, mit dem ich mich seit 30 Jahre befasse. geht es außerdem nicht um links oder rechts, sondern um gerecht oder ungerecht, zukunftsfähig oder zukunftsgefährdend. Es geht – wie John Maynard Keynes das in seiner "Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und den Geldes" – um "den sanften Tod des Rentiers bedeuten und folglich den sanften Tod der sich steigernden Unterdrückungsmacht des Kapitalisten, den Knappheitswert des Kapitals auszubeuten". Oder wie er an anderer Stelle seines Hauptwerks schrieb, um eine Korrektur, die "…der vernünftigste Weg sein (könne), um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden."

Außerdem stammt von Keynes der Satz: "Ich glaube, dass die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird." – Vielleicht ist gerade diese fast seherische Aussage der Grund für einige Linksextreme, mit jedem Mittel die Aktivitäten der Geld- und Bodenreformbewegung zu diffamieren, obwohl deren Wichtigkeit in unseren Tagen eigentlich für jeden deutlich geworden sein dürfte.

Ich kann verstehen, dass Leser durch solche Anschuldigungen, wie sie oben angeführt sind, irritiert werden. Alle denen es so geht, bitte ich, sich an Hand der auf diesen Seiten zu findenden Veröffentlichungen wie auch meiner Vita, selbst ein Urteil über meine Person und mein Tun zu bilden – und vielleicht auch ein Urteil über jene, die auf die beschriebene Weise die Geld- und Bodenreformbewegung zu diffamieren versuchen.

Mein Bekenntnis in einem Satz: Ich distanziere mich uneingeschränkt sowohl vom Rechts- als auch vom Linksextremismus!

Helmut Creutz